Jalta
Vom 17. bis zum 21.09.2008 haben wir einige Tage in Jalta in der Ukraine verbracht.
An- und Einreise
Der Flieger ging morgens von Hamburg aus zuerst nach Riga und von dort aus nach Simferopol. Geflogen sind mir Baltic Air, mit der wir in 2006 auch nach Riga abgehoben sind. Der Flug war angenehm.
Die Einreise war auch recht unkompliziert, wenn man mal von einigen Fragen auf dem Ein- und Ausreiseformular absieht. Nachdem man den schlecht kopierten Wisch ausgefüllt hat (leider gab es diesen nicht bereits schon im Flugzeug), begibt man sich mit seinem Reisepass zu einem der schweigenden Beamten. Dieser tippt einige Daten ein, guckt einen mit einem typisch russischen Blick an und haut dann seinen Stempel in den Pass.
Der Transfer in unser Hotel war gut organisiert, allerdings auch genauso abenteuerlich. Der Fahrer dachte wohl, wir hätten nur 10 Minuten Zeit für eine Strecke, die sonst 1 Stunde dauerte. Überholverbote ? Rote Ampeln ? Entgegenkommender Verkehr ? Geschwindigkeitsbegrenzung ? All das galt nicht für unseren Fahrer.
Unser Hotel
Gewohnt haben wir im Hotel Oreanda direkt an der Strandpromenade. Es handelt sich um ein recht altes Gebäude, welches aber komplett renoviert ist. Auch die Zimmer waren gemütlich eingerichtet und einfach riesig gross.
Wiederaufserstehungskirche von Foros
Erster Besichtigungspunkt unserer Reiseleitung war die Wiederauferstehungs-Kirche von Foros. Die Kirche wurde mit mehreren goldverzierten Kuppeln Ende des 19. Jahrhunderts erbaut.
Soldatenfriedhof
Auf Wunsch eines einzelnen Mannes war unser zweiter Punkt gleichzeitig der erste ausserplanmässige Stopp. Der Volkswohlbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge hat 2001 in Gintscharnoje einen Soldatenfriedhof für die in der Ukraine gefallenen deutschen Soldaten eingeweiht. Bei der Einweihung sollte eigentlich der damalige Bundeskanzler Gerhard Schröder teilnehmen. Seine Teilnahme wurde jedoch aufgrund der einige Tage vor stattgefundenenen Anschläge vom 11.09.2001 abgesagt.
U-Bootbucht BalaKlawa
Balaklawa ist eine altgriechische Siedlung und seit 1957 ein Stadtteil von Sewastopol. Das gesamte Stadtgebiet unterlag zur Zeit des kalten Krieges strengster Geheimhaltung und diente als Stützpunkt der im Schwarzen Meer stationierten russischen U-Bootflotte.
Nach dem Bombenabwurf von Hiroshima hat sich Stalin hier einen Atombunker bauen lassen.
Sevastopol
Sevastopol ist die grösste Stadt auf der Krim und liegt auf der selben geografischen Breite wie Mailand oder Lyon. Auch diese Stadt war früher militärisches Sperrgebiet. Noch heute ist hier ein Grossteil der russischen Schwarzmeerflotte stationiert. Aus der Entfernung sahen die Schiffe jedoch nicht mehr zu 100% seetüchtig aus.
Panorama
Das Sevastopol-Panorama ist ein 155 m langes und 14 m hohes Rundgemälde und zeigt die Verteidigung der Stadt während des Krimkrieges (1853 - 1856). Das Bild wurde in den Jahren 1901 - 1904 von Franu Alexejewitsch Roubaud geschaffen und zeigt die Kampfhandlungen zwischen den angreifenden französischen und englischen Truppen und den russischen Verteidigern. Das Werk wurde 1942 schwer beschädigt und in den Jahren 1951 - 1954 restauriert.
